Tum Dissertationen Mediatum Heidelberg

Die Technische Universität München (kurz TUM oder TU München) ist die einzige Technische Universität in Bayern. Sie ist mit ca. 41.000 Studenten die zweitgrößte Technische Hochschule in Deutschland (TU 9). Ihr Stammsitz ist München. Sie gehört zu den drei ersten Universitäten, die 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative in die Förderlinie „Zukunftskonzept“ aufgenommen wurden. 2012 hat sie erfolgreich ihren Titel als Exzellenz-Universität verteidigt. Sie ist in das Elitenetzwerk Bayern eingebunden.

An der TU München werden 172 Studiengänge angeboten.[3] Die Kernbereiche sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie die Medizin/Lebenswissenschaften. Sie werden ergänzt durch Mathematik, Informatik, die Sport- und Gesundheitswissenschaften, die Architektur und die Sozialwissenschaften (v.a. Wirtschaftswissenschaften, Lehrerbildung/Bildungsforschung und Politikwissenschaft).

Fakultäten und Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Technische Universität München hat mit dem Stammgelände in der Münchner Innenstadt, dem Forschungcampus in Garching und dem Wissenschaftszentrum für Ernährung, Landnutzung und Umwelt in Freising-Weihenstephan drei Hauptstandorte. Das Stammgelände (zentrales Campusgelände, Nordgelände, Südwestgelände und Südgelände) liegt im Münchner Stadtteil Maxvorstadt unmittelbar angrenzend an die Pinakotheken zwischen der Heßstraße im Norden und der Brienner Straße im Süden. Dazu kommen zahlreiche Sondereinrichtungen auch außerhalb der Hauptstandorte. So gehören der Medizinischen Fakultät der TUM das Klinikum rechts der Isar, das Deutsche Herzzentrum München und die Kinderklinik München Schwabing an. Als Teil der Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt besteht das Oskar von Miller-Institut für Wasserbau am Walchensee. Das Architekturmuseum der TUM befindet sich in der Pinakothek der Moderne.

Im Rahmen eines Joint-Venture mit der National University of Singapore hat die TU München eine Niederlassung in Singapur eröffnet. Das TUM ASIA – German Institute of Science and Technology (GIST) wurde 2002 als privatwirtschaftliche Einrichtung der TUM gegründet. Später wurde die Nanyang Technological University als weiterer Partner gewonnen. Seit 2010 ist die TUM mit dem Projekt „Electromobility for Mega-Cities“ Mitglied des CREATE-Forschungscampus in Singapur. Weitere Mitglieder: ETH Zürich, University of Cambridge, UC Berkeley, MIT, Hebrew University Jerusalem, Technion Haifa, SJTU.[4]

München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle diese Organisationen befinden sich hauptsächlich auf dem Gelände des Forschungszentrums, einige Lehrstühle der Fakultäten für Informatik, Maschinenwesen und Mathematik sind jedoch in angemietete Gebäude im Ortsteil Hochbrück ausgelagert.

Weihenstephan (Freising)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straubing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augsburg

Burghausen

Iffeldorf

Ingolstadt

Obernach am Walchensee

Ottobrunn

Singapur

Wettzell

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung 1868 und die ersten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1860er Jahren zeichnete sich in Bayern die Gründung einer Technischen Hochschule ab. Die Entscheidung fiel, entgegen vielen Anzeichen nicht auf die Standorte Augsburg oder Nürnberg, sondern auf München. Die heutige TUM wurde 1868 durch König Ludwig II. von Bayern als Polytechnische Schule gegründet und ab 1877 offiziell als Königlich Bayerische Technische Hochschule München bezeichnet. Der Architekt Gottfried von Neureuther entwarf nach Vorbild der ETH Zürich das Hauptgebäude der Hochschule aus Kelheimer Kalkstein. Erster Direktor der Einrichtung wurde der Vermessungsingenieur Karl Maximilian von Bauernfeind. Zum Professorenkollegium gehörten anfangs elf Ingenieure und Architekten, fünf Naturwissenschaftler, drei Mathematiker und drei Geisteswissenschaftler. 1875 gründete Carl von Linde das erste deutsche Maschinenlabor, an dem später Rudolf Diesel lernte. Insgesamt fünf akademische Richtungen entstanden, nämlich die allgemeine, mechanisch-technische, chemisch-technische, der Hochbau und der Ingenieurbau. Zur Jahrhundertwende kam es zur Gründung des Labors für technische Physik (heute: Institut für Technische Physik und Festkörperphysik), hauptsächlich finanziert durch den MAN-Konzern.

Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1901 wurde der Hochschule das Promotionsrecht verliehen. Nach der Technischen Universität Berlin stellte sie die zweitgrößte derartige Einrichtung dar. Jonathan Zenneck leitete ab 1913 das neugegründete Physikalische Institut. 1916 vollendete Friedrich von Thiersch das Wahrzeichen der Hochschule, den Thiersch-Turm und German Bestelmeyer die Bauten in der Arcisstraße. 1922 wurde die Handelshochschule München als Technisch-Wirtschaftliches Institut integriert; sie war der Vorläufer der späteren wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten. 1946 ging das Institut auf die Universität München über. Der Lehrstuhlinhaber für Organische Chemie an der THM Hans Fischer wurde 1930 für die Synthese des Hämins mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.[23]:897-899 Die Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei Weihenstephan wurde 1930 integriert. Rektor Walther von Dyck engagierte sich zu jener Zeit für eine enge Kooperationen mit der Wirtschaft. 1937 wurde Max Schmitt mit der Planung für einen Universitätsneubau in Nymphenburg beauftragt, die jedoch bis auf die Grundsteinlegung im Jahre 1938 nie umgesetzt wurde. Die Studentenzahl halbierte sich aufgrund nationalsozialistischer Führung bis 1939. Mehrere renommierte Techniker besetzten zu dieser Zeit Lehrstühle, so Willy Messerschmitt und Max Dieckmann. Der Nobelpreisträger Hans Fischer schützte während der Zeit des Nationalsozialismus jüdische Studenten und Doktoranden[23]:321-350[24] (Labors in den Katakomben); er nahm sich 1945 kurz vor Kriegsende das Leben.

Kriegszeit, Wiederaufbau und Expansion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Einrichtungen auf dem Stammgelände zu 80 Prozent zerstört. Bausubstanz (vom Erdgeschoss) des Neureuther-Baus gibt es heute nur noch an der Gabelsbergerstraße und im Innenhof hinter dem "Bestelmeyerbau" (Süd).[25] Der Universitätsbetrieb wurde 1946 wieder aufgenommen. Nach dem Krieg erwarb die Technische Hochschule die Oskar von Miller-Institute. Der Standort Garching wurde 1957 durch die Inbetriebnahme des Forschungsreaktors München (FRM) begründet. Die Hochschule berief Heinz Maier-Leibnitz als Professor und Nachfolger von Walther Meißner. Ihm oblag die Leitung des Instituts. Später wurde Rudolf Mößbauer damit betraut. Die deutsche Luft- und Raumfahrforschung wurde ein Herzstück der Hochschule. Elektrotechnik und Mathematik gewannen durch die PERM an Bedeutung. Hans Piloty und Robert Sauer prägten das Bild der Rechenanlage. Forschung in diesem Bereich war Grundlage für das heutige Leibniz-Rechenzentrum. 1967 wurde am Klinikum rechts der Isar die medizinische Fakultät eröffnet. Nach der Vorklinik wechselten viele Medizin-Studenten von der Münchner Universität an die Technische Hochschule. Im gleichen Jahr immatrikulierten die ersten Informatik-Studenten, die u. a. bei Friedrich Ludwig Bauer Vorlesungen hörten. Die Umbenennung von Technische Hochschule München in Technische Universität München (TUM) erfolgte 1970. Die Geochemikerin Paula Hahn-Weinheimer wurde im selben Jahr als erste Frau auf einen Lehrstuhl berufen.[26] Die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) wurde 2004 als Nachfolger des FRM in Garching in Betrieb genommen.

Präsident der TUM ist seit 1995 der Chemieprofessor Wolfgang A. Herrmann, der sich bundesweit als Hochschulreformer profiliert hat. Er wurde mehrmals wiedergewählt, zuletzt am 20. Februar 2013. Auf seine Initiative geht die grundlegende Strukturreform der TUM zurück, woran sich andere Bundesländer und Österreich mit ihren neuen Hochschulgesetzen orientierten. Das oberste, aufsichtsratsähnliche Kontrollgremium der Universität ist der Hochschulrat,[27] dem u. a. Susanne Klatten, Norbert Reithofer, Peter Löscher und Edmund Stoiber angehörten.[28][29] Die Mitwirkung externer Persönlichkeiten an wichtigen Entscheidungen wurde in Gestalt des Hochschulrats der TUM 1999 erstmals an einer deutschen Universität umgesetzt.

Neuere Geschichte: Exzellenz-Universität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TU München gehörte zu den ersten drei Universitäten, die von der Exzellenzinitiative für ihre erfolgreichen Zukunftskonzepte ausgewählt wurden.[30][31][32]

Ab November 2006 wurden die beiden Exzellenzcluster Cognition for Technical Systems (CoTeSys) und Origin and Structure of the Universe (Universe), die Graduiertenschule (International Graduate School of Science and Engineering, IGSSE) sowie das Zukunftskonzept „TU München – die unternehmerische Universität“ gefördert. An den Exzellenzclustern Center for Integrated Protein Science Munich (CIPSM), Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP) und Nanosystems Initiative Munich (NIM) ist die TUM gemeinsam mit der LMU beteiligt.

In der aktuellen Runde (Förderzeitraum 2012–2017) wurden die Verlängerungsanträge für die Cluster CIPSM, MAP, NIM und Universe, die Graduiertenschule IGSSE sowie für das Zukunftskonzept bestätigt. Darüber hinaus ist die TUM am neu bewilligten Cluster Munich Cluster for Systems Neurology (SyNergy) als Antragsteller beteiligt. In den Medien werden diese Universitäten als Eliteuniversität bezeichnet.

Das im Jahre 2005 gegründete TUM Institute for Advanced Study (TUM-IAS) erhält über das Zukunftskonzept der Exzellenzinitiative fünf Fellowship-Linien, die herausragenden Wissenschaftlern die erforderlichen Freiräume zur Entfaltung ihrer wissenschaftlichen Kreativität gewähren, die akademische Schulenbildung mit Nachwuchswissenschaftlern fördern und Spitzenforschung im interdisziplinären Kontext ermöglichen. 2010 bezog das Institut im Zentrum des Campus Garching einen von BMW gestifteten Neubau.

Seit 2009 ist die TUM School of Education die dreizehnte Fakultät der TUM, die als erste Fakultät in Deutschland ganz der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und berufsbildenden Fachrichtungen (Agrarwirtschaft, Bautechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft, Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Metalltechnik) gewidmet ist. Vier ihrer derzeit 18 Professuren sind als Stiftungslehrstühle eingerichtet.

Im Jahr 2010 haben Mäzene und Unternehmen die TUM Universitätsstiftung[33] ins Leben gerufen. Die Stiftung soll der Technischen Universität München eine größere Unabhängigkeit von staatlichen Budgets verschaffen und so ihre unternehmerische Handlungsfähigkeit vergrößern. Mit ihren Erträgen will die Stiftung nicht zuletzt die Projekte aus der Exzellenzinitiative langfristig fördern und Berufungen von Spitzenwissenschaftlern unterstützen.

Nach Beschluss des Bayerischen Landtages im Juli 2014 übernahm die TUM zum 1. Dezember desselben Jahres die Trägerschaft an der Hochschule für Politik München (HfP).[34] Mit der Übernahme begann auch ein noch laufender Reformprozess an der HfP (Stand: 2016), der unter anderem die Schaffung neuer Professuren, die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge sowie den Umzug der Einrichtung in ein größeres Gebäude nahe dem Lenbachhaus beinhaltet.[35][36]

Ein erstes umfassendes Geschichtswerk über die TU München in zwei Bänden erschien im Oktober 2006 (Metropol-Verlag, Berlin).

Zum 1. Oktober 2017 wurde das Wissenschaftszentrum Straubing, an dem die TUM bereits seit einigen Jahren als Kooperationspartner beteiligt war, zum Campus für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der TUM umgewidmet. Seither steht der Campus in Straubing unter vollständiger Trägerschaft der TUM und wurde somit zum vierten Campus der TUM.

Die Wissenschaftskommunikation und Pressearbeit wurde am Hochschulreferat 2 mit dem Corporate Communications Center (CCC) zentralisiert.[37]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit der LMU München erhielt die TU München im Jahr 2017 den Negativpreis BigBrotherAward in der Kategorie Bildung für ihre Kooperation mit dem Online-Kurs-Anbieter Coursera.[38][39][40] Die Jury kritisierte, dass im Kooperationsabkommen der beiden Münchener Hochschulen mit Coursera der Datenschutz ausgeblendet werde. Coursera sei eine gewinnorientierte Firma, die aus den Daten der Studierenden Kapital schlüge, etwa indem sie Benotungen und andere Daten der Studierenden an Personalagenturen verkaufe.[41][42] Als Alternative zu solchen kommerziellen US-Angeboten regte der Laudator Frank Rosengart vom Chaos Computer Club die Schaffung einer gemeinnützigen europäischen MOOC-Plattform an.[43] Als Reaktion auf die berechtigte Kritik wurden fortan auch Kurse auf der freien und quelloffenenedX-Plattform bereitgestellt.[44]

Alternativmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der TU München fand im Oktober 2015 der sogenannte Weltkongress der Ganzheitsmedizin statt an dem unter anderem Miracle Mineral Supplement beworben wurde. Universitätspräsident Herrmann reagierte erbost, dass die Räume dafür vermietet wurden. Der Kongress wurde vorher an der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgetragen.[45]

TUMentrepreneurship[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität hat es sich zum Ziel gesetzt, eine der erfolgreichsten Gründeruniversitäten Europas zu werden. Mit dem Handlungskonzept TUMentrepreneurship baute sie ihre Aktivitäten zur Förderung von wachstumsorientierten Gründungen aus.[46] Zusammen mit ihrem An-Institut, der UnternehmerTUM GmbH, bietet sie ein breites Angebot an Gründungsberatung, Forschung und Qualifizierung sowie ein Netzwerk für Gründer.[47] 2002 wurde mit Unterstützung der Unternehmerin Susanne Klatten die UnternehmerTUM GmbH gegründet.[48] Im selben Jahr gründete die TU München als erste deutsche Universität mit dem German Institute of Science and technology (GIST) in Singapur eine eigenständige Tochter im Ausland.[49] Außerdem wurde auf dem Campus in Garching das Garchinger Technologie- und Gründerzentrum (gate) für Unternehmer errichtet.[50] 2004 wurde mit einer Jubiläumsspende der Linde AG die Carl von Linde-Akademie eingerichtet, die Studenten Möglichkeiten zur Weiterbildung in Schlüsselkompetenzen über den eigenen Fachbereich hinaus bietet.[51] Im gleichen Jahr startete die UnternehmerTUM GmbH das Manage&More-Programm um Studenten im Intra- und Entrepreneurship auszubilden und diesen somit den Start in ein eigenes, neues Unternehmen zu erleichtern.[52] Im neu gegründeten TUM Institute for Advanced Study (TUM-IAS) wird seit 2005 die Forschung in 15 Zukunftsthemen gebündelt.[53] 2006 wurde die TU München in einer gemeinsamen Entscheidung des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft am 13. Oktober als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.[54] Mit dieser Auszeichnung begann die Realisierung des Zukunftskonzeptes TUM. The Entrepreneurial University.[55] Die Bereiche Forschungsförderung und Technologietransfer wurden 2009 im TUM ForTe – Office for Research and Innovation gebündelt.[56] Im Ranking „Vom Studenten zum Unternehmer“ belegte die TU München 2011 den ersten Platz.[57] Ebenfalls 2011 wird die Universität mit ihrem Konzept TUMentrepreneurship beim Wettbewerb EXIST-Gründungskultur ausgezeichnet.[58] Die UnternehmerTUM legt im selben Jahr einen Venture Capital Fonds auf, um Ausgründungen finanziell in der Frühphase unterstützen zu können.[59] Ziel des kohärenten Gesamtkonzeptes ist es, systematisch für die Entwicklung und Förderung von Technologieausgründungen zu sorgen. Im Rahmen des Gesamtkonzepts werden verschiedene Preise für unterschiedliche Zielgruppen vergeben. 2015 wurde der öffentlich zugängliche MakerSpace eröffnet, der Start-Ups, Bastlern und Tüftlern den Zugang zu Maschinen und Software erleichtert.[60]

TUM IdeAward[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TUM, die UnternehmerTUM GmbH und die Zeidler-Forschungs-Stiftung vergeben gemeinsam den TUM IdeAward.[61] Fokus dieser Auszeichnung sind innovative Ideen mit Marktpotential von Wissenschaftlern und Alumni der Technischen Universität München. Der Wettbewerb soll dazu animieren, die Ideen in Ausgründungen umzusetzen. Die bisherigen Preisträger: [62]

  • 2016
    • mk2 Biotechnologies: Einschränkungsfreie Synthese von hochreinen Peptiden[63]
    • ATR Elements
    • aCar
  • 2015
    • Li.plus
    • Bioartifizielle Lymphknoten
    • CHROMOSOME Industrial
  • 2014 [64]
    • NEUROGLASSES: tragbare elektronische Hilfe für Blinde in Form einer Brille
    • Sensomotorisches Klavier: Klaviersystem für Menschen mit frühkindlichen Hirnschädigungen, das mit sensomotorischen Reizen arbeitet
    • High-End Algorithmen für die Computer-Tomographie: iterativer Algorithmus, um Rauschen und Artefakte im Bild besser ausgleichen zu können und dadurch die Bildqualität zu verbessern
  • 2013
    • Physco Filter: Biotechnische Lösung zur Klärung von Krankenhausabwässern anbietet [65]
    • EmaCure: Methode zur Heilung chronischer Wunden mittels einer individualisierten Therapie [66]
    • Bio Breast: Biologisch abbaubaren Brustimplantates, das den individuellen Bedürfnissen der Patientin angepasst werden kann
  • 2012
    • NAVVIS: Navigationssystem für Innenräume [67]
    • Conchifera: Neue Batterietechnologie, die die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöht
    • FasCiPlex: Enzymkomplex, mit dem Zucker als Erdölersatz gewonnen wird

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Presidential Entrepreneurship Award richtet sich an Teams, die bereits eine erste Finanzierung durch private Investoren erreicht haben und deren Geschäftsmodell ein hohes Wachstumspotential erwarten lässt. Dieser Award wurde 2013 zum ersten Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger:

TUM Entrepreneurs of Excellence[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von der TU München benannten TUM Entrepreneurs of Excellence sind Unternehmer mit Vorbildfunktion. Es soll als Zeichen der Wertschätzung für erfolgreiche Gründer dienen. Jährlich werden im Rahmen des Dies academicus der TU München die Entrepreneurs of Excellence ausgezeichnet. Die Preisträger:[78]

  • 2013
    • Ingo Ederer, voxeljet – Entwicklung und Herstellung von 3D-Drucksystemen [79]
  • 2012
    • Sissi Closs, Comet – Full-Service-Dienstleistungen für technische Dokumentation und Software-Entwicklung[80][81]
    • Michael Muth, AeroLas – Kundenspezifischen Entwicklung und Produktion von Luftlagern und luftgelagerten Antriebssystemen[82]
  • 2011
    • Hans Georg Huber, Huber SE – Entwicklung und Herstellung von Maschinen und Anlagen zur Wasseraufbereitung[83]
    • Peter Kowalsky, Bionade – Herstellung alkoholfreier Bio-Limonade durch die Fermentation natürlicher Rohstoffe[84]
    • Manfred Stefener, SFC Energy – Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen für eine mobile und netzferne Stromversorgung[85]
    • Rupert Stuffer, ACTANO – Entwicklung von Projektmanagementsoftware zur Planung und Durchführung hochkomplexer Projekte[86]
    • Stefan Vilsmeier, BrainLAB – Systeme für bildgesteuertes Operieren und Strahlentherapie[87]
    • Olaf G. Wilhelm, Wilex – Entwicklung von Arzneimitteln zur gezielten und nebenwirkungsarmen Behandlung[88]

Manage&More[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manage&More ist das unternehmerische Qualifizierungsprogramm der UnternehmerTUM.[89] Es bildet Studierende aller Fachrichtungen und aller Münchner Hochschulen innerhalb von drei Semestern im Bereich Intra- und Entrepreneurship aus. Die Stipendiaten bearbeiten hierzu in interdisziplinären Teams Projektaufträge namhafter Unternehmenskunden. Im Rahmen eines Gründungsprojektes besteht zudem die Möglichkeit, ein eigenes Unternehmen zu gründen.[90] Unterstützt werden die Stipendiaten durch die Programmleitung und dem Alumni-Verein aus ehemaligen Mitgliedern.[91] Zusätzlich bekommt jeder Stipendiat während der 18-monatigen aktiven Manage&More-Zeit einen Mentor aus der Wirtschaft zur Seite gestellt. Dieser gewährt dem Stipendiaten Einblick in die Unternehmenswelt und gibt als erfolgreiche Führungskraft wertvolle Erfahrungen aus seinem Unternehmen bzw. Start-Up oder Institut weiter.[92]

Aus dem Manage&More-Programm sind bereits mehr als 60 Start-Ups entstanden, so z. B. amiando (heute XING Events), tado°, KONUX (7.5 Mio Dollar Finanzierung im April 2016 [93]), komoot oder die Customized Drinks GmbH mit dem Produkt Braufässchen[94].

Center for Digital Technology and Management (CDTM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen einer Kooperation mit der LMU bietet die TUM am Center for Digital Technology and Management einen Zusatzstudiengang an, der sich auf die Vermittlung von praxisorientiertem Wissen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie fokussiert.

Schwerpunkte in der Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt des Fächerangebots liegt naturgemäß auf den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Insbesondere wird eine „konsequente Politik der Verschränkung von Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften“[95] angestrebt. Erklärte Ziele von Präsident Wolfgang A. Herrmann bestehen darin, „Fakultätsgrenzen in der Forschung (zu) überwinden“[95] und die Anwendung unternehmerischer Prinzipien in Hochschulgestaltung und Wissenstransfer zu fördern.[96]

Zu herausragenden Forschungseinrichtungen der TUM in Garching gehören unter anderem die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz und das Walter Schottky Institut sowie das Zentralinstitut für Katalyseforschung. Auf dem Garchinger Forschungscampus sind in direkter Nachbarschaft außerdem vier Max-Planck-Institute (für Astrophysik, Extraterrestrische Physik, Plasmaphysik und Quantenoptik), das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung und das Hauptquartier der Europäischen Südsternwarte (ESO) angesiedelt.

Die Medizin ist mit dem Klinikum rechts der Isar (MRI) und dem akademisch angegliederten Deutschen Herzzentrum München vertreten. Für weltweit großes Aufsehen sorgte die erfolgreiche Transplantation von zwei kompletten Armen im Juni 2008, bei der etwa 40 Ärzte beteiligt waren.[97] Nach ein paar Monaten war der Heilungsprozess so weit fortgeschritten, dass Hände und Finger wieder bewegt und benutzt werden können.[98] Im Sommer 2013 saß der operierte Landwirt zum ersten Mal ohne Hilfshandschuhe am Lenkrad eines Traktors und fuhr über seine Felder. Durch disziplinierte Mitarbeit bei den verschiedenen Rehamaßnahmen hat er nahezu eine normale Ellbogenfunktion und kann die Finger so gut bewegen, dass er ohne Hilfe ein Glas Wasser trinken kann.[99] Seit 2013 kooperiert das MRI zusammen mit der LMU und dem Helmholtz Zentrum München mit dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr um den Heimatschutz im gesamten Freistaat und der BRD in Bezug auf die B-Abwehr zu gewährleisten.[100]

Studenten der TU München beschäftigen sich mit dem 3D-Druck von lebendem Gewebe, um Organspenden in Zukunft zu vermeiden.[101] In Kooperation mit den National Institutes of Health (NIH) entsteht in München ein internationales Forschungszentrum zur Erforschung des Mikrobioms des Dickdarms, um Zivilisationskrankheiten und schwere chronische Entzündungkrankheiten wie Morbus Crohn zu verstehen.[102]

Im Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt in Freising wird schwerpunktsmäßig das Forschungsgebiet der Life Sciences behandelt. Die Kombination dieser Forschungsbereiche verleiht der TU München ein Alleinstellungsmerkmal unter den europäischen Universitäten.[103] Das Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität kooperiert mit der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, der ältesten Brauerei der Welt.[104] Am Lehrstuhl für mikrobielleÖkologie des Department für Grundlagen der Biowissenschaften wird eine Stammsammlung mit über 11.000 Isolaten von Bakterien und Hefen aus Lebensmitteln verwaltet.[105] Ein während der angewandten Forschung in der Milchindustrie entdeckter psychrophilerSporenbildner wurde in Anlehnung an das renommierte Institut und den Fundort Bacillus weihenstephanensis genannt.[106] Zudem existiert eine Service-Einrichtung bei der unbekannte Isolate mit Hilfe eines FT-IR-Spektrometers gegen eine Referenzdatenbank abgeglichen und so identifiziert werden können.[107] Um dem modernen Agribusiness und dem von der Europäischen Union geforderten „from farm to fork“-Ansatz[108] nachzukommen, wendet sich die klassische Mikrobiologie auch stärker der Feldforschung zu, bei der ebenfalls neue Arten wie z. B. Pseudomonas weihenstephanensis entdeckt und von den Erstbeschreibern nach dem Locus benannt wurden.[109]

In Zusammenarbeit mit weiteren europäischen Universitäten wurde im Jahr 2013 unter der Federführung der TU München das bis dahin unbekannte Material Lithiumborsilicid, in Anlehnung an die Universität auch tum genannt, entwickelt.[110]

Umweltingenieure der TU München entwickeln fischfreundlicheSchachtkraftwerke, die ökologische Bedenken gegen den Ausbau der Wasserkraft durch technische Innovation entgegenwirken.[111] Die Entdeckung der neuen ArtListeria weihenstephanensis auf einer Wasserpflanze (Lemna trisulca) in einem künstlich angelegtem Stillgewässer demonstriert die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Forschergruppen der TU München.[112]

Frauenförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Hochschulfrauenbeauftragten wurde die „agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik“ gegründet und im Januar 2011 im Studenten Service Zentrum (SSZ), Studienberatung und Schulprogramme verankert. Sie soll Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren für Naturwissenschaft und Technik gewinnen und sie in diesem Bereich fördern.[113] Im Rahmen dieses Programms findet jährlich die Herbstuniversität für Schülerinnen der 10. bis 12. Klassen statt. Für 10- bis 16-jährige Mädchen gibt es in den Ferien Workshops in der Reihe „Mädchen machen Technik“ und für Schülerinnen der 6. bis 9. Klasse Realschule und Gymnasium werden Schulprojekte organisiert.[113]

Universitätsbibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universitätsbibliothek der TUM ist eine zentrale Serviceeinrichtung der Hochschule und für einen breiten Nutzerkreis (Angehörige der TUM und anderer Hochschulen sowie Privatpersonen) öffentlich zugänglich. Zu ihr gehören zehn Teilbibliotheken an allen vier Hochschulstandorten. Die Teilbibliotheken sind über einen internen Lieferdienst miteinander verbunden.

Campus und Studentenleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Münchner Standorte der TUM im Zentrum der Millionenstadt liegen, befinden sich der Weihenstephaner und der Garchinger Campus in der Peripherie von Klein- bzw. Mittelstädten. In Weihenstephan ist man mit dem Bau eines Studentenwohnheims einen Schritt in Richtung Campus-Universität gegangen; in Garching befinden sich Wohnheime in der Stadt. Seit November 2006 gibt es die von Studenten betriebene Campus-Cneipe C2.

Einige Fächer (Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, Informatik, Lehramt, Medizin und Betriebswirtschaftslehre) werden auch von der ebenfalls in München angesiedelten Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) angeboten, allerdings mit unterschiedlichen Ausrichtungen bzw. Schwerpunkten.

Seit 2006 ist der TU-Standort Garching mit der neuen Endstation Garching-Forschungszentrum der U-Bahn-Linie U6 direkt an das Münchner U-Bahn-Netz angeschlossen. Der Standort Weihenstephan ist mit der S-Bahn-Linie 1 oder Regionalzügen und Freisinger Stadtbussen erreichbar.

Die jährlich stattfindende, vier Tage dauernde IKOM der TU München ist eine Karriereplattform. Sie dient zur Unterstützung beim Übergang der Absolventen in das Berufsleben. Die u. a. von Susanne Klatten geförderte UnternehmerTUM GmbH – Zentrum für Innovation und Gründung – am Campus Garching widmet sich der Förderung von unternehmerischen Talenten und bietet kostenfrei Businessplan-Seminare, Workshops, ein Förderprogramm für Nachwuchs-Führungskräfte (Manage&More) und Unterstützung für angehende Gründer an. Dazu gehören auch Büroräume am Standort Garching.

Die TUM Speakers Series ist eine von Studenten organisierte Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Vorträge an der TU München halten.[114]

Studenten und Angehörige des akademischen Mittelbaus der TU München wirken im Universitätschor München mit. Außerdem veranstalten einige Fachschaften und der AStA der TUM ehrenamtlich regelmäßig Kultur- und Partyveranstaltungen, unter anderem die Open-Air-Festivals TUNIX (Standort Innenstadt) und GARNIX (Standort Garching). Seit 2009 findet im jährlichen Turnus die TUM Adventsmatinee in der Philharmonie am Gasteig statt.

In Zusammenarbeit mit TED werden Nachwuchswissenschaftlerkonferenzen organisiert und allgemeinverständliche Abendvorträge aufgezeichnet und ins Netz gestellt, um den Erkenntnisgewinn von Wissenschaft und Technik in die Bevölkerung zu transportieren.[115]

Siehe auch: Liste der Studentenverbindungen in München

Rankings[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschung und Lehre im bundesweiten Vergleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb Deutschlands belegen die TUM (in der Gesamtwertung) sowie ihre Fakultäten (in Einzelwertungen) regelmäßig Spitzenplätze bei Rankings.[116]

  • 2004 gelangte die TU München auf den 1. Platz im Ranking des FOCUS;[117] im „Innovations-Ranking“ der Zeitschrift „Karriere“ belegte die TU München Platz 2.[118]
  • 2005 erreichte die TU München bei Spiegel (Special: Studie „Student 2005“) und FOCUS den 1. Platz sowie weitere Spitzenpositionen.[117]
  • 2006 belegte die TU München Platz 1 als forschungsstärkste Universität im CHE-Forschungsranking.[118]
  • 2007 ging beim FOCUS-Ranking der 1. Platz an die TU München.[119]
  • 2009 kam die TU München in die Finalrunde des Wettbewerbs „Exzellente Lehre“ des Deutschen Stifterverbands.
  • 2011 Universitäts-Ranking zur Gründungsförderung: TU München bietet jungen Unternehmensgründern die besten Chancen[120]

Forschung und Lehre im weltweiten Vergleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten

Lage des Stammgeländes in der Münchner Maxvorstadt
Thiersch-Turm an der Gabelsbergerstraße (Wahrzeichen der heutigen TUM)
Das Institute for Advanced Study
TU München, Fakultät für Maschinenwesen, im Hintergrund die Forschungsreaktoren FRM I (sog. Atom-Ei, 1957) und die Baustelle des FRM II (2004)
Ein Gebäude mit zusätzlichen Hörsälen („Interims-Hörsäle“)

Dissertationen an der TUM

Dissertationen, die an der Technischen Universität München eingereicht wurden, müssen gemäß der Promotionsordnung durch Vervielfältigung und Verbreitung zugänglich gemacht werden. Zu diesem Zweck können Dissertation elektronisch oder in Papierform mit ISBN veröffentlicht werden. Mehr Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Publizieren der Dissertation.

Dissertationen in Papierform werden von der Universitätsbibliothek archiviert. Sie können diese über den Online-Katalog recherchieren und ausleihen. Sie können dabei Ihre Suche auf Dissertationen einschränken, wenn Sie im Feld Medientyp die Option "Dissertation, Hochschulschrift" auswählen.

Elektronisch veröffentlichte Dissertationen werden auf unserem Medienserver mediaTUM im Volltext bereitgestellt. Sie können dort auch eine Volltextsuche durchführen.

Dissertationen anderer Hochschulen

Der Service dissonline der Deutschen Nationalbibliothek bietet die (Volltext-)Suche nach Online-Dissertationen in Deutschland und der Schweiz.

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *